Die Perspektive erweitern – Von der Energie zur Ressource

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Abbildung 1: Eine Darstellung der geringen Auswirkungen der Modernisierung auf den ökologischen Fußabdruck des Lebenszyklus eines Aufzugs; eine Modernisierung ist ökologischer als ein Ersatz.

Einblick in Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit

Als alleiniges Kriterium für die Energieeffizienz eines Unternehmens wird oft der Energieverbrauch eines Unternehmens herangezogen. Die Realität ist jedoch viel komplexer und hinter dieser eingeschränkten Sichtweise verbirgt sich ein noch lange nicht ausgeschöpftes Potenzial zur Umweltoptimierung. Um die Umweltverträglichkeit eines Produkts zu beurteilen, müssen wir seinen gesamten Lebenszyklus betrachten und uns mit dem Thema „Graue Energie“ auseinandersetzen. Graue Energie ist die Gesamtmenge an nicht erneuerbarer Primärenergie, die von allen vor- und nachgelagerten Prozessen verbraucht wird, einschließlich des Energieverbrauchs aller eingesetzten Produktionsprozesse. Ein großer, oft unbeachteter Teil unseres Energieverbrauchs liegt (manchmal versteckt) in diesem Bereich. Auf der anderen Seite werden die laufenden Energiekosten für den Betrieb oft als von untergeordneter Bedeutung über das große Ganze betrachtet. Um den Gesamtenergieverbrauch deutlich zu senken, ist es jedoch wichtig, die enormen Potenziale der effizienten Nutzung von Rohstoffen und der Verlängerung der Lebensdauer von Produkten zu erkennen und auszuschöpfen.

Nachhaltigkeit und ökologischer Fußabdruck: Modernisierung versus Wegwerfkultur

Der Mensch verbraucht derzeit anderthalbmal mehr Ressourcen, als die Erde zur Verfügung stellen kann. Um dem entgegenzuwirken, dient die Methode des ökologischen Fußabdrucks als Indikator für die ökologische Nachhaltigkeit. Durch die quantitative Darstellung der CO₂-Bilanz und qualitativ des Flächenbedarfs kann der Ressourcenverbrauch bildlich dargestellt werden. Wenn man beispielsweise beim Kauf eines Neuwagens über Klimaschutz nachdenkt, sollte man bedenken, dass sich die CO₂-Bilanz dadurch erst nach 300,000 gefahrenen Kilometern verbessert. Allerdings nur, wenn das neue Auto mindestens 1 l weniger Kraftstoff pro 100 km (6 mpg mehr) verbraucht als das alte.

Umweltbewusste Unternehmen müssen erkennen, dass das Streben nach Energieeffizienz nur ein kleiner Teil einer übergeordneten Strategie zur Ressourceneffizienz ist, die den sorgsamen und effizienten Umgang mit natürlichen Rohstoffen und das Verhältnis von Nutzen bzw. Ergebnis zu Ressourcen verwendet, um es zu produzieren. „Aus weniger mehr machen“ im Sinne des globalen Umgangs mit allen Ressourcen ist die Idee.

Die Lebenserwartung von Mehrfamilienhäusern wird mit 60-85 Jahren angenommen, während der entsprechende Wert für einen Aufzug nur 15-20 Jahre beträgt. Zur Beurteilung der Ressourceneffizienz bzw. Nachhaltigkeit sollte daher der gesamte Lebenszyklus eines Gebäudes (nicht nur die Lebensdauer der Aufzugsanlage) berücksichtigt werden. Um aber auch im Betrieb energieeffizient zu sein, ist es wichtig, bereits in der Planungsphase den richtigen Antrieb für die Anwendung zu identifizieren. Bucher Hydraulics bietet diese Beratungsleistungen vom wichtigen ersten Schritt (der gründlichen Analyse der Anlagendaten) über die Präsentation verschiedener Lösungsmöglichkeiten bis hin zum Einsatz geeigneter Tools zur Visualisierung des Energiebedarfs. Wesentliche Parameter für die Energieeffizienz in der Betriebsphase sind der Energieverbrauch während der Fahrt und im Standby-Modus. Langjährige Erfahrung und technisches Know-how des Aufzugspartners sind der Schlüssel zu individuellen Modernisierungspaketen.

Nachhaltigkeit mit Hydraulik

Wenn Nachhaltigkeit (nicht nur die Energieeffizienz im Betrieb) zum entscheidenden Kriterium bei der Planung der Aufzugsanlage gemacht wird, führen zwangsläufig alle Wege zu einer hydraulischen Lösung. Mit einfach umzusetzenden Modernisierungen, die während der Lebensdauer des Gebäudes mehrmals durchgeführt werden können, kann ein entscheidender Beitrag zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks geleistet werden.

Zusammenfassend können wir für einen Standard-Personenaufzug in einem Mehrfamilienhaus und unter den in Abbildung 2 gezeigten Bedingungen sagen:

  • Die Herstellung einer Aufzugsanlage hat einen deutlich größeren Einfluss auf die Umweltbilanz als die Gesamtbetriebszeit.
  • Aufgrund der hohen Materialintensität und des hohen Verbrauchs an grauer Energie ist eine Kompletterneuerung deutlich weniger nachhaltig als eine Modernisierung.
  • Der vollständige Ersatz eines hydraulischen Aufzugs durch einen Seilaufzug allein aus Sicht der Betriebsphase ist gut gemeint, aber aus Umweltgesichtspunkten nicht zu rechtfertigen.
Bucher HydraulicsEinblick in Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit

Bucher HydraulicsEinblick in Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit

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