Argentinisches Wirtschaftsministerium, Buenos Aires, Argentinien

Argentinisches Wirtschaftsministerium
Ing.-Nr. Luis C. Maldacena (stehend, dritter von links) mit seinem Montageteam

Kategorie 2: Aufzüge, Modernisierung

eingereicht von Ing. Luis C. Maldacena, Maldatec SA

Maldatec SA wurde ausgewählt, um die 15 Aufzüge des Wirtschaftsministeriums der argentinischen Republik für einen Gesamtbetrag von 2,171,202 US-Dollar zu modernisieren. Maldatec führte zuvor eine Teilsanierung der Einheiten durch und ist seit 1997 für deren Instandhaltung verantwortlich. Für diese neue Modernisierung wünschten sich die Behörden des Ministeriums eine offene Technologie für die zukünftige Instandhaltung. Dies gelang durch die Beteiligung lokaler und ausländischer Komponentenhersteller, die zum Teil schon seit vielen Jahren in Argentinien etabliert sind.

Otis-Aufzüge wurden ursprünglich 1939 in dem Gebäude installiert, aber nach einer Erweiterung lieferte Westinghouse die Ausrüstung für die neuen Bereiche. Alle Aufzüge wurden mit dem Ward-Leonard-Traktionssystem betrieben, das auf DC-Maschinen mit und ohne Getriebe angewendet wurde. In den Jahren 1992 und 1995 wurden einige der mechanischen Positionswahlschalter in Kombination mit Relais durch ein neues statisches Gleichstromsystem ersetzt. In anderen wurden die Steuerungen geändert, während die elektromechanischen Generatoren beibehalten wurden.

Die aktuelle Modernisierung umfasste drei Banken mit vier Aufzügen, die sich jeweils in verschiedenen Bereichen des Gebäudes befinden: der Ministeraufzug, ein Lastenaufzug und ein dritter für allgemeine Dienste. Aufgrund der Vorteile des geringen Wartungsaufwands, der zugänglichen Technik und vor allem der ökologischen Tugenden entschied man sich aufgrund vorheriger Recherchen durch die Fachexperten des Ministeriums und externer Expertenberatung für den Einsatz von getriebelosen Permanentmagnet-(PM-)Maschinen: Dieses Gerät reduziert den Energieverbrauch erheblich.

Energiesparen

Aufgrund des im Laufe der Jahre zunehmenden Verkehrsaufkommens im Gebäude war es unerlässlich, den Energieverbrauch zu senken. Laut Ausschreibungsspezifikation musste Maldatec die vorhandene Ausrüstung durch modernste Technologie ersetzen, um erhebliche Energieeinsparungen zu erzielen. Die Beamten des Ministeriums strebten eine Energieeinsparung von 35 % an. Die Ward-Leonard-Motorgeneratoren hatten trotz ihrer Modernisierung mit statischen Wechselrichtern und elektronischen Steuerungen aufgrund der Überhitzung durch die Start-/Stundenerhöhung den Einbau einer Luftkühlung erforderlich gemacht. Folglich wurden die Maschinenräume der vier Hauptaufzüge in der Mittelhalle mit 108,000-Btu-Klimaanlagen ausgestattet, und jeder der beiden Maschinenräume in den Gebäudeflügeln wurde mit 40,000-Btu-Klimaanlagen gekühlt. Daher mussten dem Energieverbrauch des Ward-Leonard-Systems 188,000 Btu hinzugefügt werden.

Die Herausforderungen

Das schwierigste Problem, das das Team von Maldatec vor Ort lösen musste, war der Abtransport und die Entsorgung der alten Geräte. Die Hauptprobleme waren das Volumen und das 1700-kg-Gewicht der Baugruppe – bestehend aus Rotor, Kollektor und Treibscheibe. Die komplette Neumaschine wiegt dagegen nur 890 kg. Nach Abwägung verschiedener Alternativen entschied man sich, die Treibscheibe abzukoppeln.

 Da es aber heißgekuppelt war, musste zum Lösen der Kupplung ein Teil der Seilscheibe bis zur Achse abgeschnitten und dann mit einer Kettenwinde zum Lastenaufzug transportiert werden.

Die Tatsache, dass der gesamte Modernisierungsprozess in einem voll funktionsfähigen Gebäude mit einer großen Anzahl von umlaufendem Personal und Publikum durchgeführt werden musste, war ein weiteres schwieriges Thema. Folglich mussten die Vorgesetzten von Maldatec und die für das Projekt verantwortlichen Ministerialbeamten den Beginn und das Ende der Demontage und Installation jedes Aufzugs unter engen Zeitvorgaben organisieren. Bei bestimmten Prozessschritten war es notwendig, dass ein 12-köpfiges Team rund um die Uhr arbeitete.

Schließlich war die Ausschreibungsanforderung, die ursprüngliche Ästhetik bei der Fahrzeugdekoration, den Drucktastenfeldern, den Blinkern und den Haltestellenhalterungen – alle aus speziell polierter Bronze – zu erhalten, eine weitere große Herausforderung.

Modernisiertes Ausrüstungs-Traktionssystem

Es wurde beschlossen, getriebelose Wechselstrommaschinen mit synchronen PM-Motoren mit einer 2:1-Aufhängung einzusetzen.

Regler

Die Controller verfügen über eine serielle Kommunikation und Positionsanzeigen per Encoder und bieten eine schnelle Installation und eine komfortable Fahrt mit den folgenden Funktionen:

  • Selektive/kollektive Steuerung nach oben und unten
  • Elektronische Lastkontrolle
  • Infrarot-Türmelder
  • Sprachsynthesizer
  • Landung beleuchtete Positionsanzeigen mit Gong
  • Phase I Feuerwehreinsatz
  • Türvoröffnung bei Ankunft der Landung
  • Programmierter Verkehr nach oben und unten erfordert eine Synchronisierung zu Spitzenzeiten
  • PC-Überwachung in Maschinenräumen und der Gebäudewartungszentrale

Sicherheitsausrüstungen

Die vorhandenen progressiven Fangvorrichtungen mussten aus dem Inneren der Autos gelöst werden. Sie wurden durch maschinenraumbetriebene Geräte ersetzt. Auch die Drehzahlregler wurden ersetzt.

Schachttüren

Einige der Aufzüge verfügen über zentral öffnende Türen, andere über seitliche Schiebetüren. Diejenigen an den Hauptpodesten sind aus Bronze, die an den Nebenpodesten sowie an den Service- und Lastenaufzügen aus Edelstahl. Sie werden von Kabinentürantrieben mit variabler Spannung und variabler Frequenz betrieben, um eine reibungslose und geräuschlose Bewegung zu gewährleisten.

Autos

Die meisten Wagen haben eine Kapazität von 1050 kg (14 Passagiere) und sind in Bronze mit Spiegeln und Marmorböden verkleidet. Die Originaldecken wurden restauriert und reflexartig beleuchtet. Die Wagenhalterungen umfassen doppelte Bedienfelder, um den Fahrgästen die Bedienung zu erleichtern. Moderne Dünnfilmtransistor-LCD-Displays kündigen die Ankunft an jedem Treppenabsatz an und informieren über die Aktivitäten in den einzelnen Stockwerken.

Spezifikationen

  • Wittur SA lieferte getriebelose Permanentmagnet-(PM)-Maschinen WSG 19.1 und automatische Türen Hydra F60.
  • Die sechsrädrigen Rollenführungen des Modells A wurden von Elevator Safety Components bereitgestellt.
  • Automac SA lieferte seine elektronische Steuerung 6600 und die Infrarot-Türmelder Modell A2170 Miltihaz MX3.
  • Als Wechselrichter kam der Unidrive SP von Euro Techniques zum Einsatz.
  • Hollister-Whitneys Geschwindigkeitsregler Modell 207 und Typ B, Modell 480 Fangvorrichtungen wurden installiert.
  • Zum Einsatz kamen Seale 8 X 19 +1 Ø 12.7 mm Zugdrahtseile von IPH SAICF
  • Die BM Macro-Taster von DMG SpA schmücken das Auto-Bedienpanel.
  • Avaxon wurde für die elektronischen Laststeuergeräte angezapft.
Aufzüge2121
Geschwindigkeit (mps)1.52.51
Stoppt151312
Tragkraft (kg)75010501000
Motorleistung15.624.59.8

Credits

  • Inhaber: Wirtschaftsministerium
  • Projektleiter: Arq. Gustavo Fernández
  • Berater: Ing. Gustavo del Rio
  • Auftragnehmer für Transportsysteme: Maldatec SA
  • Projektleiter: Ing. Luis C. Maldacena
  • Arbeitskoordinator: Ing. Gustavo Moreno
  • Engineering-Entwickler: Wittur SA und Maldatec

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